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Über die Klangwelt

Klänge und Instrumente, von denen man vielmehr lernt, als daß man sie lernt…

Das Besondere und Schöne an der indischen Klangwelt ist, dass sie als ganzheitliche Erfahrung wahrgenommen wird. Unser Körper, der zu 70–80 % aus Wasser besteht, ist dabei unser stärkster und zugleich vertrautester Resonanzraum. Er nimmt Schwingungen auf, lässt sie in sich wirken und trägt sie wieder nach außen. Zugleich bringt er seine eigene Schwingungskraft in dieses feine Zusammenspiel ein. Deshalb lässt sich diese Klangwelt auch ohne musikalische Vorkenntnisse erleben und erlernen – und ist so für Menschen jeden Alters zugänglich, auch für Ungeborne. Sie entwickelte sich aus den Beobachtungen und Nachahmungen der Natur(Klänge) und entfaltet sich durch die Kunst der systematischen Improvisation. Losgelöst von Wort und Sprache kann die eigene Stimme, insbesondere beim Singen und Tönen, den Geist zum Klingen bringen und auch als eine spirituelle Ausdrucks-, Kommunikations- und Wahrnehmungsebene erfahren werden […um des Werdenswillen…]. Sie gilt im indischen Kontext als die höchste Form der `Musik´. Daher ist `Musik´ nicht nur Kenntnis, sondern auch Er-Kenntnis und eröffnet neben dem Musikalischen auch Möglichkeiten der … 

Selbst-Wahrnehmung
Selbst-AusdruckSelbst-Erfahrung,
Selbst-Überwindung
Selbst-Begegnung,
Selbst-ErkenntnisSelbst-Heilung,
… Selbst-BefreiungSelbst-Verwirklichung,
…Selbst-Erfüllung…

Willkommen im indischen Ozean der Klänge

Über DIE `Musik´…

Über die Tiefe DER `Musik´ … ein Saṃskṛit-Subhāṣit (schöne Rede)

गानाब्धेस्तु परं पारं नोपेयाय सरस्वती
अतो निमज्जनभयात्तुंबी वहति वक्षसि|

[सुभाषित रत्नाकर; १८८८]

Unfähig, den Ozean der Musik zu überqueren und Angst dabei zu ertrinken,
trägt die (Musik) Göttin Saraswatī zwei ausgehöhlte Kürbisse (Rudra Veena) an ihrer Brust.

[Subhāṣit Ratnākar 1888; für eine ausführliche englische Übersetzung siehe To day’s Subhashit von Guru M.C. Joshi].

Die Wurzeln der klassisch indischen Klangtheorie und Musiktradition reichen weit zurück und liegen in der vedischen Überlieferung. Damit zählt sie zu den ältesten Musiksystemen der Welt. Die indische Raag-Musik (Melodie-Signatur) wurde über Jahrtausende von den vielfältigen Philosophien und Mystiken Indiens geprägt und kennzeichnet sich durch komplexe klangliche und rhythmische Elemente aus. Sie stellt eine Momentaufnahme dar, die auf Kreativität, Improvisation und Intuition basiert. Während die NatUrton-Reihe (reine Intervalle) beibehalten wird, richtet sich die klangorientierte Raag-Musik nach dem individuell variablen Grundton und ordnet daher den Tönen keine festen Frequenzen zu. Das fließende Zusammenspiel von Tönen und Mikrotönen als wesentlicher Bestandteil der Raag-Musik macht eine schriftliche Aufzeichnung unmöglich. Auch in der heutigen Zeit kann dieses traditionell mündlich überlieferte Wissen daher nur durch aufmerksames Zuhören und Nachahmen des Lehrers erlernt werden. 

Die Begleitung der Tanpura verleiht meinen Angeboten einen einzigartigen und unverwechselbaren Charakter. Ihre verzaubernden Schwingungen sind nicht nur mein musikalischer Begleiter, sondern auch eine fest integrierte Klang-Basis meiner Angebote. Die NatUrtonreihe entfaltet sich aus ihrem geheimnisvollen Ozean obertonreicher Schwingungen – ein stilles Erwachen aus der Tiefe des Klangs. Durch meditatives Verschmelzen mit ihrem mehrdimensionalen Klangspektrum kann sich das `innere Ohr´ für die Wahrnehmung des allgegenwärtigen Klanges anāhat Nāda öffnen. 

Inspiriert von den kreativen Improvisationskünsten meiner Gurus, nutze ich für eine individuelle Gestaltung beim Silben-Gesang das breite Spektrum der Improvisationstechniken der indischen Raag-Musik. Jedes Klangangebot entfaltet sich melodisch und intuitiv, abgestimmt auf die jeweilige Personengruppe, die Stunde und den Geist des Moments, für einen harmonischen Klangfluss. Insbesondere sind die Klangreisen für alle Altersgruppen zugänglich, auch für die individuellen Lebensphasen von Groß, Klein und Ungeborenen.

Miniaturmalerei: Anonym, Udaipur (editiert); Private Sammlung.

Hintergrund: “Flower of Life Infinite Pattern Sacred Geometry“; Douglas James Butner, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons; (editiert & Bild-Einfügung: 2024 Das Jahr des Drachen von Hafize Daniel).

Logo: © Hafize Daniel.